//Neugründung BBL

Neugründung BBL

Neugründung der Brass Band Lötschental

 

Nach diversen Hochs und Tiefs nehmen die Oberwalliser einen neuen Anlauf.

 

Die Brass Band Lötschental entstand 1985 aus einer Formation, die anlässlich zum Jahr der Jugend gegründet wurde. Die Brass Band Lötschental (BBL), bestand bereits zu diesem frühen Zeitpunkt aus talentierten, engagierten Musikantinnen und Musikanten aller 4 Talgemeinden des Lötschentals. In diesen Jahren frühen Jahren bestand die BBL aus 60 Aktivmitgliedern. In den ersten Jahren nach ihrer Gründung veränderte sich die Band stark. So wurde, gemäss dem Vorbild englischer Bands, der Mitgliederbestand stark reduziert und betrug 1989 schliesslich nur noch 29 Mitglieder.

Als inoffizielles Gründungsjahr der BBL kann das Jahr 1988 genommen werden, denn in diesem Jahr spielte die Band bereits in original Brass Band Besetzung. Die Brass Band Bewegung im Lötschental wurde zusätzlich durch diverse Umstrukturierungen in den einzelnen Dorfvereinen gefördert. So verschwanden gerade in diesen Jahren der ehedem geringe Anteil an Holzinstrumenten und die Musikvereine stellten allesamt auf Brass Band um. Diese Umstrukturierungen wurden ebenfalls durch die rückläufigen Mitgliederzahlen der Vereine gefördert, so dass sich das Brass Band Modell, mit seiner geringen Mitgliederzahl, geradezu aufdrängte. Was nun folgte war in der Oberwalliser Brass Band Szene einmalig, denn alle 4 Talmusikvereine entwickelten sich, angestachelt durch die Brass Band Lötschental, in der Folge prächtig. Das „gesunde Konkurrenzverhalten“ unter den Vereinen führte dazu, dass sich das Repertoire, vor allem aber das Niveau der Vereine extrem nach oben bewegte. Entsprechend war die Brass Band Lötschental gefordert und konnte teils ihren Anforderungen nicht mehr ganz gerecht werden, was schlussendlich auch das „Aus“ der BBL bedeutete. Schweren Herzens musste der Betrieb der BBL für lange 6 Jahre eingestellt werden. Mit dieser Situation konnten sich diverse Musikanten nicht anfreunden. Auf Drängen derselben Musikanten wurde Norbert Ritler mit der Neugründung der BBL beauftragt. Diverse Gespräche mit den einzelnen Bandvertretern folgten. Da die Gespräche erfolgreich verliefen, konnte man mit Stolz im Jahr 1999 das Aufleben der BBL verkünden. Ferner hatte man mit der Person von Michael Zoppas einen Dirigenten gefunden, der das nötige Rüstzeug mitbrachte die BBL musikalisch voran zu bringen. Wie sich schnell herausstellte ein wahrer Glücksfall, denn Michael Zoppas spielte zu diesem Zeitpunkt im Blasorchester des Schweizer Armeespiels und gehörte dadurch nicht nur bläserisch, nein auch stocktechnisch zu den besten Dirigenten der Schweiz.

1999, nur ein paar Monate nach Probenbeginn, konnte die BBL ihr erstes Konzert unter neuer Leitung darbieten. Bereits im Jahr 2000 konnte die BBL das erste Mal am schweizerischen Brass Band Wettbewerb in Montreux teilnehmen. In der 2. Stärkeklasse belegte die BBL den hervorragenden 9. Rang und konnte sich bereits an ihrer ersten Teilnahme in die Top 10 vordringen. Unmittelbar nach Montreux zeigte sich jedoch, dass diverse Mitglieder der Band nicht mehr die nötige Motivation und das nötige Interesse mehr zeigten. Die BBL musste, leider ein weiteres 2. Mal, stillgelegt werden. Diverse Versuche von Norbert Ritler und Bruno Imseng die Band wieder zu aktivieren, zeigte leider keine Wirkung. Die BBL war zu diesem Zeitpunkt endgültig am Ende, nichts ging mehr. Nach etlichen Bemühungen des Lötschentaler Musikverbandes, konnte immerhin die Jugend Brass Band Lötschental (JBBL) gegründet werden.

Einzig eine Handvoll Musikantinnen und Musikanten zeigten Interesse in einem Ensemble weiter zu spielen. So kam es zur Gründung des Lötschentaler Brass Ensembles (BEL). Nach kurzer Probephase folgten diverse Konzerttourneen in der ganzen Schweiz. Das BEL wie auch die JBBL wurde in den Folgejahren erfolgreich von Michael Zoppas geleitet.

In der Zwischenzeit hatte Michael Zoppas ebenfalls die Brass Band Alpina Wiler übernommen, nach 11 jähriger Tätigkeit, aufgrund neuer beruflichen Perspektiven, entschloss sich Michael Zoppas seine musikalische Tätigkeit im Lötschental zu beenden. Das Wegfallen von Michael Zoppas hatte unweigerlich zur Folge, dass das BEL wie auch die JBBL ihre musikalische Tätigkeit einstellten musste, da kein Nachfolger gefunden werden konnte.

 

In diesen vergangenen Jahren hatten sich die 4 Brass Bands des Lötschentals und mit ihnen die Brass Bewegung Oberwallis prächtig weiter entwickelt. Diverse Jungbläserinnen und Jungbläser spielten in den letzten Jahren auf höchstem Niveau und errangen in verschiedenen Wettbewerben Spitzenresultate, die nur gerade von den Unterwalliser Ausnahmekönnern übertrumpft wurden. Diese Tatsache blieb in der Brass Band Szene nicht unbemerkt. Aufgrund dieser hervorstechenden Resultate, aber vor allem durch das Engagement von Aldo Werlen, welcher durch die vielen erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen hellhörig geworden war, kam es zu erneuten Gesprächen, die das Aufleben der BBL erahnen liessen. Damit sich früher gemachte Fehler nicht noch einmal wiederholen sollten, wurde direkt ein Initiativkomitee gegründet. Je ein Vertreter aller Brass Bands des Lötschentals waren in diesem Komitee vertreten und konnten ihre Meinung äussern. Schnell zeigte sich aber, dass der Neugründung der Brass Band Lötschental nichts mehr im Wege stand. Aldo Werlen konnte bereits nach der ersten Sitzung mit der Aufgabe betraut werden, die Besetzung der Brass Band zu planen. In der Folge ging es mit der Planung und dem Aufbau der Band und der Vereinsspitze rasant voran.

Im April des vergangenen Jahrs (2016) konnte die Gründungsversammlung abgehalten werden, bei welcher der neue, externe Vorstand präsentiert werden konnte. Matthias Ebener (Präsident), Sandra Jaggi (Aktuarin), Elmar Ritler (Kassier) und Pascal Werlen (Materialverwalter, Bandvertretung) wurden einstimmig in den Vorstand gewählt und werden künftig die Geschicke der BBL leiten.

 

Glücksfall Aldo Werlen – neuer Dirigent BBL

Knapp ein halbes Jahr nach der Gründung der Band, konnte die BBL ihr erneutes Debut, ihren – wie die Presse schrieb – „furiosen Neustart“ feiern. Unter der Leitung von Aldo Werlen, Leiter des Repräsentationsorchesters der Schweizer Armee, wurde dem Publikum ein Jahreskonzert dargeboten, wie es dies im Lötschental noch nie gab und das vom Publikum durchgehend als fantastisch beschrieben wurde. In kürzester Zeit hat es Aldo Werlen verstanden ein Kollektiv, eine Band zu bilden, die eine echte Bereicherung der Brass Band Szene im Oberwallis, ja in der Schweiz darstellt.

Teilnahme Montreux 2017

Wie eigentlich alle ambitionierten Brass Bands der Schweiz, wird auch die BBL künftig am schweizerischen Brass Band Wettbewerb in Montreux teilnehmen und ihr Können unter Beweis stellen. Aller Voraussicht nach wird die BBL in Montreux 2017 an den Start gehen.

Hoffen wir, dass die Brass Band Lötschental künftig einen festen Platz in der schweizerischen Brass Szene findet. Eine Bereicherung ist sie allemal!

Informationen: Brass Band Lötschental; www.bbloetschental.ch info@bbloetschental.ch

/IB 

 

By |2017-01-16T21:38:59+00:00Januar 16th, 2017|Allgemein|0 Comments

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